© SOCIÉTÉ GENEVOISE D'ÉTUDES ALLEMANDES               MISE À JOUR: 04.11.2018                     CONTACT:   info@socgeallemande.ch


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Die Gäste dieses Abends haben die bewegte Zeit, die unter dem Kürzel ‘1968’ in die Geschichte eingegangen ist, als junge Männer hautnah miterlebt und ihre Erfahrungen wiederholt und aus wachsender Distanz lite-rarisch gestaltet. Bernd Cailloux war Miterfinder eines Kultobjekts, des Disco-Stroboskops, und wirkte als Hippie-Business-man in Düsseldorf und Hamburg. In seinem Roman Das Geschäftsjahr 1968/69 (2005) erzählt er von diesem Start-up-Unternehmen mit allen seinen Höhenflügen und Illusionen sowie von den eigenen Abstürzen in die Drogensucht. Theobaldy erlebte die Studentenbewegung in Freiburg und Heidelberg und schrieb erste Gedichte, in denen sich per-sönliche Alltags­erfahrungen im Licht der politischen Ereignisse spiegeln. In den siebziger Jahren wohnten beide in Westberlin. Sie porträtieren später wiederholt ihre Generation und deren Versuche, sich von der Subkultur der geteilten Stadt abzusetzen.
In Theobaldys Roman Aus nächster Nähe (2012) geht es um die Frage, was in den Wendejahren, am „Ende einer selbstver­schuldeten langen Jugend“ von den Jahren der 68er Revolte geblieben sei. Cailloux zieht 2005 in Gutgeschriebene Verluste (2012) mit feiner Ironie die Lebens­bilanz der nunmehr sech-zigjährigen Achtundsechziger.

Moderation: Prof. Dr. Christine Weder und Dr. Dominik Müller








In Zusammenarbeit mit dem Dép. de langue et de littérature allemandes der Universität Genf


Montag, 3.Dezember 2018, 19:30 Uni Bastions, Raum B 105


Nachlese 1968:

Geschäfte, Geschichte und Gedichte


Gespräch und Lesung mit

Bernd CAILLOUX und Jürgen THEOBALDY







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