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Unsere nächsten Veranstaltungen

Es ist eine schöne Tradition, dass neue Profes-sorinnen und Professoren am Département de langue et de littérature allemandes der Uni-versität Genf sich in unserer Gesellschaft mit einem Vortrag vorstellen. Christine Weder hat 2015 die Nachfolge von Prof. Maximilian Ber-gengruen angetreten. Sie studierte in Zürich, Tübingen und Cambridge Germanistik, Philo-sophie und Religions­wissenschaft. Bevor sie nach Genf gekommen ist, war sie in Zürich, Basel, Berlin und Berkeley tätig. Ihre Disser-tation beschäftigte sich mit Fetisch, Amu­lett, Talisman in der Zeit um 1800, ihre Habilitation mit Ästhetik und Theorien der Sexualität um 1968. Der Vortrag spiegelt ihre Beschäftigun-gen mit dem Fragen der Literatur und in der Literatur sowie mit der Zensur, trägt aber auch der Grenzsituation der Genfer Germanistik Rechnung: Für seinen Hinze-Kunze-Roman (1985) hat sich der DDR-Autor Volker Braun ein Vorbild an Diderots Knecht-Herr-Roman Jacques le fataliste et son maître genommen. Namentlich die anstössige Darstellung der         
Mächtigen und ihrer Machenschaften erscheint bei dieser kreativen Adaptation auf die Gegen-wart des real existierenden Sozialismus umgemünzt, so dass Braun wie zuvor schon Diderot auf den Argwohn der Zensur zählen konnte. Im Vergleich der beiden Texte und ihrem erzählerischen Einsatz von Fragen spielen daher die politischen Dimensionen des ästhetischen Verfahrens eine zentrale Rolle.










In Zusammenarbeit mit dem
Département de
langue et de littérature allemandes
der Universität Genf

Donnerstag, 7. Dezember  2017, 19:30

Uni Bastions, Raum B105


Prof. Dr. Christine Weder (Universität Genf)

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»Comment s’étaient-ils rencontrés?« –

»Was hielt sie zusammen?«


Zur Ästhetik und Politik der Frage

bei Denis Diderot und Volker Braun  





Vorschau 4